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Morges–Bière–Cossonay

MBC-Personal mobilisiert

Christian Fankhauser, begleitet von Buschauffeuren, übergibt dem MBC-Direktor die Petition.

Bei den Buschauffeuren der Verkehrsbetriebe der Region Morges–Bière–Cossonay (MBC) ist die Stimmung schlecht: Es gibt offenbar junge, erst vor kurzer Zeit eingestellte Fahrer, die mehr verdienen als erfahrene Kollegen mit viel mehr Dienstjahren bei den MBC. Es fehlt an Wertschätzung für die Treue zum Unternehmen – und an Personal, denn immer wieder müssen kurzfristig freie Tage geopfert werden. Viele Arbeitstage sind zu lang. Der Anteil krankheitsbedingter Fehltage (Absentismus) wächst.

Deshalb hat die SEV-VPT-Sektion MBC in den letzten Wochen Unterschriften für eine Petition gesammelt, die die Direktion auffordert, diesen Problemen abzuhelfen. 88 der 112 Busfahrer/innen haben unterschrieben.

Am 1. November überreichten ein Dutzend Chauffeure, angeführt von Mitgliedern des Sektionsvorstands und von Gewerkschaftssekretär Christian Fankhauser, die Unterschriftenbogen an den MBC-Direktor (Bild). Dieser gestand ein, dass das neu eingeführte Lohnsystem Schwachstellen hat. Er versprach, die Situation zu analysieren, Lösungen für die Betroffenen zu finden und die Rekrutierungspolitik zu überprüfen. Bis Ende Jahr soll mit der Direktion ein weiteres Treffen stattfinden.

Um die Lebensqualität der Fahrer/innen zu verbessern, will die Direktion in enger Zusammenarbeit mit der Diensttourkommission zwei Rotationen (Morgen/Abend) einführen. Bei Touren von über zehn Stunden Dauer soll die Dienstschicht um 15 Prozent gekürzt werden. Und die Zahl der dreiteiligen Touren soll sinken. Zwei neue Chauffeure sind kürzlich angestellt worden, und zwei weitere sollen bald folgen. Die Direktion nimmt die Mobilisierung der Fahrer/innen ernst. Die Sektion wird das Resultat der Gespräche den Mitgliedern zur Begutachtung vorlegen.

Yves Sancey / Fi

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