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Zielerreichung der SBB 2010

Bundesrat verharmlost Unzufriedenheit des SBB-Personals

Der Bundesrat macht es sich zu einfach, wenn er die sinkende Personalzufriedenheit bei der SBB allein auf die Pensionskassensanierung zurückführt. Die Unzufriedenheit hat vor allem betriebliche Gründe.

Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV ist befremdet über die vom Bundesrat heute präsentierte Beurteilung der Zielerreichung der SBB. Trotz massiv sinkender Personalzufriedenheit bezeichnet der Bundesrat die personellen Ziele als „insgesamt erreicht“. Zwar erwähnt der Bericht des Bunderats die massiv gesunkene Personalzufriedenheit, führt diese aber in erster Linie auf das Problem der Pensionskassensanierung zurück. Tatsächlich hat die Pensionskassensanierung das Personal (auch finanziell) stark belastet.

Für den SEV gibt es jedoch weitere, wichtigere Aspekte. „Der Bundesrat macht es sich zu einfach“, betont SEV-Präsident Giorgio Tuti und ergänzt: „Bei der SBB herrscht ein Klima der permanenten Reorganisation, verbunden mit Produktivitätssteigerungen, die die Grenze inzwischen erreicht wenn nicht überschritten haben.“ Der SEV fordert den Bundesrat auf, die Unzufriedenheit des SBB-Personals ernst zu nehmen und die SBB zu passenden Massnahmen anzuhalten. „Das Personal vermisst seit langem eine angemessene Wertschätzung; umso höher ist seine Leistung zu werten, die den Bahnbetrieb auf diesem extrem hohen Leistungs- und Qualitätsniveau überhaupt erst ermöglicht“, stellt Giorgio Tuti fest.

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