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Genfer Verkehrsbetriebe

Personal entscheidet über nächste Schritte

Am 2. Dezember letzten Jahres gab das Personal der Genfer Verkehrsbetriebe (TPG) eine Streikwarnung heraus. Doch bei den Verhandlungen zur Bereinigung derSituation trödelt das Unternehmen. Heute beschliesst die Belegschaft über die weiteren Schritte.

Am 14. September beschliesst das Personal, wie es auf den Fahrplanwechsel bessere Arbeitsbedingungen erkämpfen will.

Zwar hat es Neueinstellungen von Fahrer/innen bei den TPG gegeben, doch diese machen kaum die Abgänge und aufgelaufenen Überstunden wett. Die TPG wollen die nötigen Massnahmen nicht an die Hand nehmen und spielen auf Zeit. Neben dem Personalmangel geben Reorganisationen in der Verwaltung und Parkfelder viel zu diskutieren.

Besonders gravierend sind die Probleme des Fahrpersonals: Fehlende Eigentrassen bzw. reservierte Spuren, ein rasant zunehmender Verkehr und verrohende Verkehrssitten verursachen mehr Stress als andernorts. «Um die minimalen Sicherheitsbedingungen zu bewahren, sollte nicht länger als vier Stunden am Stück gefahren werden», erklärt Valérie Solano, die zuständige SEV-Gewerkschaftssekretärin. Die Wendezeiten sollten von vier auf fünf Minuten erhöht werden.

Unerträgliche Situation

Auch die fast 300 «Springer», die mehr als einen Drittel des Betriebspersonals ausmachen, leiden stark unter der aktuellen Situation. Der Wechsel im Schichtturnus (Früh-, Tages- oder Spätschicht) gilt für sie nicht und sie wissen erst vier Tage im Voraus, wie sie arbeiten müssen. Das verursacht Verdauungs- und Schlafprobleme sowie schwerwiegende Störungen im Sozial- und Familienleben. Die Folge sind Erschöpfungszustände, manchmal schwere Erkrankungen und Absentismus, sagt Solano.

Das Personal verlangt, dass sich das Unternehmen dieser Probleme endlich annimmt. Über Beschlüsse informieren wir in der nächsten Ausgabe.

Yves Sancey/pan.

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