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Schwerer Schlag für den SBB-Standort Luzern und die betroffenen Mitarbeitenden

Nicht nur Imageschaden

Am Montag, 11. April 2016 eröffnete die SBB 170 Mitarbeitenden am Standort Luzern, dass sie zukünftig ihren Arbeitsplatz in Olten haben werden. Betroffen ist vor allem der Bereich Projekte von SBB Infrastruktur.

Luzern und die Luzerner stehen bei der SBB buchstäblich im Regen.

Die Sozialpartner wurden im Verlauf der letzten Jahre immer wieder über mögliche Szenarien für einen Auszug aus den bisherigen Büros informiert. Es war dabei immer klar, dass das Ziel höhere Mieteinnahmen durch Externe am bisherigen Standort waren. Bis vor kurzem ging es darum, im Raum Luzern einen Alternativstandort zu bestimmen. Die jetzt beschlossene Verlegung von aktuell 170 Stellen sehen wir als fragwürdig und problematisch an.

Die Folgen sind gravierend

  • für einen Grossteil des bisherigen Luzerner Teams; die Arbeitswege der Betroffenen können sich teilweise um bis zu zwei Stunden täglich verlängern;
  • für den SBB-Standort Luzern; gerade Infrastruktur Projekte war die grösste noch verbliebene Abteilung in Luzern;
  • in Bezug auf den Know-how-Verlust; Mitarbeitende, die den Umzug nicht mitmachen und die SBB verlassen, bedeuten einen Wissensverlust, den sich die SBB nicht leisten kann;
  • für den Arbeitsmarkt der Region Luzern; die SBB verabschiedet sich in diesem Bereich ohne Not vom Arbeitsmarkt Luzern;
  • für den öV und die Marke SBB in der Zentralschweiz; mit dem weiteren Verschwinden von Arbeitsplätzen aus Luzern wird die Verankerung und Akzeptanz der Firma SBB immer weiter geschwächt. Gerade heute sind aber Goodwill und Beziehungen ein wichtiger Faktor für viele Entscheide.

Der SEV hält den Entscheid der SBB-Leitung aus diesen Gründen für falsch. Für Fragen insbesondere in Hinblick auf die GAV-Bestimmungen stehen wir jederzeit zur Verfügung.

SEV

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