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Luzerner Gewerkschaften reichen Petition ein

Es braucht dringend ein Personalrestaurant im Bahnhof Luzern

Die Gewerkschaften des Luzerner Gewerkschaftsbundes (LGB) haben heute den Verantwortlichen der SBB, der Zentralbahn und den Luzerner Verkehrsbetriebe vbl eine Petition überreicht, welche die Schaffung eines Personalrestaurants im Bahnhof Luzern fordert. Das Anliegen unterstützen 1001 betroffene Arbeitnehmende.

Petitionsübergabe durch Urs Langenstein, Interimspräsident der SEV-VPT-Sektion Zentralbahn, an Marc Siegrist, HR SBB.

Im Rahmen einer Aktion im Bahnhof Luzern, bei der an einem gedeckten Tisch eine warme Mahlzeit serviert wurde, haben Gewerkschafter/innen zusammen mit betroffenen Arbeitnehmenden den SBB-, Zentralbahn- und vbl-Verantwortlichen eine Petition übergeben. In dieser wird die Schaffung eines gut erreichbaren Personalrestaurants im Luzerner Bahnhof verlangt, dessen Öffnungszeiten den besonderen Schichtarbeitszeiten Rechnung tragen (Montag bis Sonntag, 6 bis 22 Uhr).

Die 1001 Unterschriften belegen die Dringlichkeit des Anliegens. Sie stammen von Mitarbeitenden von SBB, vbl, Post, Zentralbahn, Südostbahn, BLS, der Luzerner Polizei und den Betrieben der Luzerner RailCity.

Die Erwartung der Petitionärinnen und Petitionäre ist denn auch klar nicht die, dass die SBB alleine die Verantwortung für die Personalverpflegung übernehmen muss. «Der LGB verlangt, dass die SBB als Eigentümerin des Bahnhofs Luzern und als grösste Arbeitgeberin vor Ort die Planung eines Personalrestaurants an die Hand nimmt. Sie muss nun mit den übrigen Arbeitgebern und den Personalvertretungen Anschlussvereinbarungen treffen», sagt Martin Wyss, Präsident des Luzerner Gewerkschaftsbundes LGB.

Stehend von links: Marcel Budmiger, Geschäftsführer Luzerner Gewerkschaftsbund (LGB); Christian Bertschi, Kommunikationsbeauftragter Verkehrsbetriebe Luzern (vbl); Sonja Theiler, HR-Leiterin Zentralbahn; Marc Siegrist, HR SBB (Leiter Compensation & Benefits); Urs Langenstein, Präsident a.i. VPT Zentralbahn; Martin Wyss, Präsident LGB

Schnellimbiss genügt nicht und ist teuer

Für Reisende ist das Verpflegungsangebot am Bahnhof Luzern für den schnellen Imbiss unterwegs ausgesprochen breit. Für das im und um den Bahnhof tätige Personal hingegen alles andere als zufriedenstellend. «Das teure, hoch frequentiere vegetarische Restaurant, die Sandwich-Bäckereien und die Fastfood-Ketten werden dem Anspruch an warme und ausgeglichene Mahlzeiten zu einem verkraftbaren Preis nicht gerecht. Ausserdem decken sie die speziellen Esszeiten der Schichtarbeitenden nur unzureichend ab», weiss Urs Langenstein, Präsident des SEV-VPT Sektion Zentralbahn. 

Denn die einzigen nahen Kantinen – die Mensen der Universität und der Hochschule Luzern – sind nur von Montag bis Freitag und zu Bürozeiten geöffnet. Während den Semesterferien und zu Hauptessenszeiten sind sie für die Öffentlichkeit überhaupt nicht zugänglich.

 

Der Petitionstext im Wortlaut:

Die unterzeichnenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fordern:

  • Die Eröffnung eines Personalrestaurants oder eines gleichwertigen Angebots im Bahnhof Luzern für die Angestellten der dort angesiedelten oder umliegenden Betriebe (Bahnunternehmen, Post, vbl, Verkauf, etc.).
  • Warme und ausgewogene Verpflegungsmöglichkeiten, welche den Bedürfnissen des unregelmässig arbeitenden Personals entsprechen (Öffnungszeiten Mo-So, 06h-22h).
  • Gute Erreichbarkeit des Verpflegungsstandortes in den vorgeschriebenen Weg- und Pausenzeiten.

 

Auskünfte

Urs Langenstein, Präsident SEV VPT Sektion Zentralbahn, 079 382 86 94
Martin Wyss, Präsident Luzerner Gewerkschaftsbund LGB, 077 454 99 46

 

Pressebilder

Pressebild von der Petitionsübergabe

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