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Lohn(un)gleichheit zwischen Mann und Frau

Label «We pay fair» für SBB, SBB Cargo, BLS und BLS Cargo

RailClean-Mitarbeiterin in der SBB-Serviceanlage Biel. Foto: SBB/Beat Schweizer

Bei SBB und BLS und ihren Güter-Töchtern haben letztes Jahr Analysen zur Lohngleichheit stattgefunden, wie sie das revidierte Gleichstellungsgesetz bei grösseren Unternehmen vorsieht. Das Resultat ist akzeptabel bis erfreulich.

Bei der SBB betrug die Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern im Jahr 2020 0,4% zu Ungunsten der Frauen, wie das Kompetenzzentrum für Diversity und Inklusion der Universität St. Gallen (CCDI) ermittelte. Damit erhielt die SBB das Label «We pay fair», denn der Wert liegt unter der Toleranzgrenze von 5 Prozent, die der Bund festgelegt hat. Der Wert liegt auch deutlich unter dem Wert von 1,7% des Jahres 2019.

Gerechtere Einstufungen

«Diese Verbesserung ist erfreulich und darauf zurückzuführen, dass die SBB inzwischen den Unterschieden nochmals nachgegangen ist und unter anderem auch die Einstufung bei Stellenantritt geprüft hat», sagt SEV-Vizepräsidentin Barbara Spalinger. «Hier sind nun offensichtlich Korrekturen erfolgt. Diesem Beispiel sollten andere Bahnen noch folgen.»

Bei SBB Cargo wurde 2020 eine unerklärte geschlechtsspezifische Lohndifferenz von 1,1% ermittelt, und bei der BLS eine Differenz von 1,5% – wobei die Analyse dort vom Wirtschaftsprüfer DBO vorgenommen wurde. Dieser errechnete zudem für BLS Cargo eine Differenz von 1,6%. Alle diese drei Bahnen erhielten damit das Label ebenfalls.

Lohnsystem wichtig

«Die guten Lohngleichheitswerte der Bahnunternehmen sind vor allem auch darauf zurückzuführen, dass es bei ihnen Lohnsysteme gibt, denn solche machen Diskriminierungen grundsätzlich schwieriger», erklärt Barbara Spalinger. «Bei Unternehmen ohne Lohnsystem ist die Lohngleichheit allgemein schlechter.»

Für weiterführende Informationen:

Barbara Spalinger, Vizepräsidentin SEV, 079 642 82 64