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Stellungnahme des SEV zur Personalzufriedenheit bei der SBB

SBB muss weiter an Verbesserungen arbeiten

Der SEV teilt die positive Beurteilung der SBB-Spitze zur Entwicklung der Personalzufriedenheit. Die Verbesserung ist das Resultat von intensiven Bemühungen gegenüber dem Personal, wie sie der SEV seit Jahren gefordert hat. Diese müssen noch intensiviert werden.

Es ist für die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV keine Überraschung, dass die Personalzufriedenheit bei der SBB wieder leicht angestiegen ist. «Noch tiefer als vor zwei Jahren hätte eine Bankrotterklärung bedeutet», stellt der für die SBB zuständige Vizepräsident Manuel Avallone fest.

Der SEV würdigt aber auch die intensiven Bemühungen, die die SBB nach der Umfrage von 2010 eingeleitet hatte. «Wir haben der SBB seit Jahren signalisiert, dass an Stelle der Reorganisierungshysterie eine echte, fühlbare Wertschätzung fürs Personal treten muss», ergänzt Avallone.

Zufrieden auch mit dem SEV

Der SEV, die massgebende Gewerkschaft des Verkehrspersonals in der Schweiz, mit rund 65 Prozent Organisationsgrad bei der SBB, hat seine Mitglieder dieses Jahr auch nach der Zufriedenheit mit ihrer Gewerkschaft gefragt. In einer repräsentativen Umfrage des LINK Instituts haben die Mitglieder den SEV mit 72,4 Zufriedenheitspunkten bewertet. Auch hier war das SBB-Personal etwas kritischer als die gesamte Mitgliedschaft: Es bewertete den SEV mit 70,9 Punkten.

Allerdings darf der Wert von 62 Punkten nicht überbewertet werden: Dieser liegt immer noch deutlich unter den Resultaten anderer vergleichbarer Unternehmen. SEV-Präsident Giorgio Tuti stellt denn auch klar: «Die Anstrengungen der SBB für die Personalzufriedenheit waren ein guter Anfang. Es wäre verheerend, wenn die SBB-Führung nun zufrieden in alte Muster zurückfallen würde.» Für den SEV ist klar: «Es sind weiterhin die gleichen zwei Punkte, die sich auf eine positive Einstellung des Personals auswirken: Zurückhaltung bei Reorganisationen und persönliche Wertschätzung, die von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als echt wahrgenommen wird.»

Der SEV weist weiter darauf hin, dass das SBB-Personal zu jeder Zeit, unabhängig von seinen Problemen mit der obersten Führung, hoch motiviert und mit starker Identifikation für die SBB gearbeitet hat.

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