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Vereinbarung zum grenzüberschreitenden Verkehr

Bahngewerkschaften gemeinsam gegen Lohndumping

Gemeinsam gegen die sozialen Bedrohungen im grenzüberschreitenden Verkehr angehen: Darauf haben sich die massgebenden Verkehrsgewerkschaften aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und Luxemburg verpflichtet. Sie haben in Berlin eine entsprechende Vereinbarung unterschrieben.

Vier Vorsitzende der Bahngewerkschaften

Die vier deutschsprachigen Eisenbahngewerkschaften EVG (Deutschland), SEV (Schweiz), Vida (Österreich) und FNCTTFEL (Luxemburg) haben auf dem Gewerkschaftstag der deutschen Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG vereinbart, dass sie grenzüberschreitendem Lohn- und Sozialdumping umgehend Einhalt gebieten. Immer wieder würden Verkehrsunternehmen die Liberalisierung des europäischen Eisenbahnverkehrs nutzen, um die Beschäftigten um ihren angemessenen Lohn zu betrügen, heisst es in einer gemeinsamen Erklärung.

«Künftig werden die vier beteiligten Gewerkschaften noch stärker als bisher darauf achten, dass die Einsatzbedingungen des fahrenden Personals im so genannten interoperablen Verkehr den getroffenen Vereinbarungen entsprechen», verspricht SEV-Präsident Giorgio Tuti. Um Lohn- und Sozialdumping zu verhindern sollen die Kolleginnen und Kollegen bei Einsätzen im grenzüberschreitenden Verkehr beispielsweise mindestens das Gehalt des Landes bekommen, in dem die jeweiligen Leistungen erbracht werden – sofern ihr eigenes Gehalt nicht höher ist.

Das Lohngefälle innerhalb Europas darf nicht zu Dumpingverkehr führen, machten die Spitzen von EVG, SEV, Vida und FNCTTFEL in Berlin deutlich. Die vier Gewerkschaften verständigten sich darauf, gemeinsame Strategien zu entwickeln, um die Arbeitsbedingungen der betroffenen Eisenbahnerinnen und Eisenbahner weiter zu verbessern.

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