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SEV bewegt SBB zum Mitmachen bei einem Projekt zur Gleichstellungsförderung

SBB sagt Ja zum «Lohngleichheitsdialog»

Eine Delegation der Frauenkommission der Verkehrsgewerkschaft SEV hat heute von SBB-Chef Andreas Meyer die Zusage erhalten, dass das grösste Schweizer Bahnunternehmen Anfang 2012 in den «Lohngleichheitsdialog» einsteigen wird.

Es ist schon einige Monate her, seit der SEV die SBB erstmals zum Mitmachen beim so genannten Lohngleichheitsdialog aufgefordert hat. Dieses Projekt ist im März 2009 von den Dachverbänden der Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden und vom Bund gemeinsam lanciert worden. Es bietet Unternehmungen die Möglichkeit, ihre Löhne freiwillig auf allfällige Geschlechterdiskriminierungen zu überprüfen und solche, falls vorhanden, innerhalb von vier Jahren zu beseitigen.

Der SEV ist bei der SBB mit seiner Forderung nach ihrer Beteiligung an diesem sozialpartnerschaftlichen Projekt zur Förderung der Gleichstellung durchgedrungen: SBB-Chef Andreas Meyer hat den SEV-Frauen heute zugesagt, die SBB-Löhne ab Anfang 2012 im Rahmen des «Lohngleichheitsdialogs» zu überprüfen.

Vorbild für andere Unternehmungen

Giorgio Tuti, Präsident SEV und Vizepräsident des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB), der den Lohngleichheitsdialog mitlanciert hat, ist hoch erfreut über die Zusage der SBB. «Ich hoffe, dass baldmöglichst weitere Unternehmungen des öffentlichen Verkehrs dem Beispiel der SBB folgen werden. Der SEV wird mit seinen Bemühungen, neben der BLS und der RhB auch kleinere regionale Betriebe für den Lohngleichheitsdialog zu gewinnen, nicht lockerlassen.»

Für Giorgio Tuti ist der Einstieg der SBB in den Lohngleichheitsdialog auch «ein starkes Signal an andere grosse Unternehmungen in anderen Branchen, insbesondere in der Privatwirtschaft». Bisher haben sich erst zwölf Unternehmungen entschieden, bei diesem sozialpartnerschaftlichen Projekt zur Förderung der Gleichstellung mitzumachen.

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