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SEV übergibt Petition an SBB Cargo

Ohne GAV geht es nicht!

Die Gewerkschaft SEV hat heute der Führung von SBB Cargo eine Petition mit deutlich über 1300 Unterschriften übergeben, die verlangt, dass die neue Gesellschaft für den internationalen Güterverkehr einen GAV für das gesamte Personal abschliessen muss. Weitere Forderungen betreffen Arbeitsplatzgarantien und den Sitz des Unternehmens.

«Der Gesamtarbeitsvertrag ist die Basis der Sozialpartnerschaft», betonte SEV-Präsident Giorgio Tuti anlässlich der Petitionsübergabe am Sitz von SBB Cargo in Basel. Innert kurzer Zeit haben deutlich über 1300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Petition unterzeichnet, mit der die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV ihre Forderungen unterstreicht.

Es kommt für den SEV nicht in Frage, dass eine Gesellschaft, die eine Ausgliederung aus der SBB ist und auch mehrheitlich in SBB-Besitz sein wird, Personal ohne Gesamtarbeitsvertrag anstellt. «Der SBB-GAV hat sich bewährt; er bildet eine Grundlage der Sozialpartnerschaft, die für beide Seite nur Vorteile bringt», erläutert Tuti. «Gesamtarbeitsverträge sind nicht eine Belastung, sondern eine Erleichterung der Beziehungen zwischen Unternehmen und Personal!»

Der SEV reagierte mit Empörung, als SBB Cargo im Rahmen des standardisierten Konsultationsverfahrens bei Reorganisationen mitteilte, sie sei nicht bereit, fürs Büropersonal der neuen Firma einen GAV abzuschliessen. In der Folge sistierte der SEV die zurzeit laufenden Verhandlungen um eine Weiterentwicklung des GAV für die gesamte SBB.

Die Petition nennt weitere Forderungen: So erwarten die Mitarbeitenden bei SBB Cargo Arbeitsplatzgarantien, wenn sie von der Auslagerung betroffen sind, und sie fordern zudem, dass die neue Gesellschaft ihren Sitz in der Schweiz hat. Zudem soll sie die Bahndienstleistungen (Loks und Lokführer) bei der SBB beziehen müssen.

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