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SEV nennt Bedingungen für Auslagerung des internationalen Geschäfts

SBB Cargo: Personal stellt Forderungen zu Auslagerung

Das Personal der neuen Gesellschaft für den internationalen Güterverkehr muss dem SBB-Personal gleichgestellt sein, und die Produktionsleistungen müssen bei der SBB bezogen werden: Dies sind die Hauptforderungen des Personal an die kommende Schaffung einer Tochtergesellschaft, die zudem – so eine weitere Forderung – mehrheitlich der SBB mit Sitz in der Schweiz gehören muss.

Seit Monaten spricht die SBB davon, für den internationalen Güterverkehr eine Tochtergesellschaft zu gründen, an der sich voraussichtlich Hupac beteiligen wird. Der Entscheid darüber dürfte in den nächsten Wochen fallen. Der SEV, die Gewerkschaft des Verkehrspersonals, hat an einer Versammlung in Basel mit den betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von SBB Cargo diskutiert, welche Bedingungen aus Personalsicht erfüllt sein müssen, damit eine solche Auslagerung akzeptabel ist.
Die Versammlung bezeichnet die folgenden Punkte als zentral:

  • Bei einer allfälligen Neugründung oder Auslagerung muss die SBB Mehrheitseignerin bleiben und deren Hauptsitz hat in der Schweiz zu sein.
  • Alle Mitarbeitenden müssen dem GAV SBB / SBB Cargo oder einem gleichwertigen GAV unterstellt sein.
  • Allfällige externe Leistungen für die Produktion (Fahrzeuge, Personal) müssen ausschliesslich bei SBB Cargo oder SBB eingekauft werden.
  • Allen Mitarbeitenden, die von der Auslagerung betroffen sind, muss von der neuen Gesellschaft die gleiche oder eine gleichwertige Stelle angeboten werden.
  • Bei Ablehnung der neuen Stelle durch Mitarbeitende hat die SBB gleichwertige, zumutbare Arbeitsstellen anzubieten. Dabei spielen Dienstort, Funktion und Funktionsstufe eine Rolle.
  • Die SBB hat durchlässige Stellenangebote aufzubauen, wobei die Kosten für Weiterbildungen, Umschulungen und Umplatzierungen von der SBB zu tragen sind.

Der für SBB Cargo zuständige Gewerkschaftssekretär Philipp Hadorn betont: «Eine Auslagerung mit dem Ziel, die Arbeitsbedingungen zu verschlechtern, wird das Personal nicht akzeptieren!» Der SEV wird die Forderungen des Personals in Verhandlungen mit der SBB einbringen und verteidigen.

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