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Zum Jahresabschluss der Jungfraubahn-Gruppe

Rekordergebnis dank Sonderleistung des Personals

Der SEV, die Gewerkschaft des Verkehrspersonals und traditioneller Sozialpartner der Jungfraubahn-Gruppe, gratuliert zum Rekordgewinn im Jahr 2009. Speziell gratuliert er jedoch dem Personal, welches mit Sonderleistungen das Resultat erst ermöglicht.

Mit grosser Enttäuschung hat der SEV die Medienmitteilung der Jungfraubahn-Gruppe zur Kenntnis genommen. Kein Dank an das Personal aber der Satz: "Gleichzeitig konnten die Personalkosten gesenkt werden, so dass am Ende des Jahres ein Rekordgewinn resultierte." Das Personal erscheint also ausschliesslich als Kostenfaktor. Diese Kosten wurden im Vergleich zum Vorjahr gemäss Jahresbericht tatsächlich um 2,6 % gesenkt. Nicht so bei der Geschäftsleitung: dort resultierte in der gleichen Periode ein Anstieg von sage und schreibe 8,2 %!

Dies scheint die neue Politik der Jungfraubahn-Gruppe zu sein. Dazu passt, dass sie dem Personal für das laufende Jahr die - üblicherweise automatisch gewährte - Lohnerhöhung verweigert. Erstmals wurden die ordentlichen Aufstiege der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgesetzt. Mit der Begründung, die Arbeiten für ein neues Lohnsystem seien intern aufgenommen worden, hat die Geschäftsleitung so den unter 50-jährigen die bescheidene Lohnerhöhung verwehrt.

Der SEV erwartet, dass die Geschäftsleitung und der Verwaltungsrat von dieser Politik der kurzfristigen Gewinnmaximierung zurückkommen zu einer auf lange Sicht ausgelegte Unternehmenspolitik. Dazu gehört eine gelebte Sozialpartnerschaft mit einem gegenseitig unterzeichneten Firmenarbeitsvertrag, landläufig als GAV bezeichnet.

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