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Internationaler Aktionstag der Bahngewerkschaften

Für gute Bahnen und faire Jobs

Mit roten Rosen und einem provokativen Flugblatt hat der SEV heute Bahnreisende auf Risiken der Bahnzukunft aufmerksam gemacht. Der politische Zwang zur Liberalisierung gefährdet die Qualität der Bahnen, was letztlich Zuverlässigkeit und Sicherheit in Frage stellt.

Das Flugblatt des SEV zeichnet ein Bild des Schienenverkehrs im Jahr 2015: Innert weniger Minuten fahren zwischen Bern und Zürich Züge verschiedener Bahngesell-schaften zu unbekannten Tarifen - das komplette Durcheinander. Die Politik will Wettbewerb um jeden Preis und ist bereit, diesen auf dem Buckel der Reisenden und des Personals durchzusetzen.

Das Bahnsystem der Schweiz zeichnet sich heute durch hohe Qualität, Zuverlässigkeit, Sicherheit und qualifiziertes Personal aus. Die flächendeckende Versorgung des öffentlichen Verkehrs ist Teil des Service public; wenn sich die Bahnen auf die rentablen Strecken beschränken, ist das System zerstört!

Um die Errungenschaften des öffentlichen Verkehrs nicht zu gefährden, fordert der SEV:

  • Investionen in Infrastruktur und Wartung der Bahn zugunsten guter und zuverlässiger Dienstleistungen und einen Zugang auch jenseits der grossen Linien.
  • Stopp mit der Liberalisierung, Privatisierung und Fragmentierung der Bahnen.
  • Sicherung der öffentlichen Dienstleistungsfunktion der Bahnen; für bezahlbare Dienste.
  • Investitionen für guten Service: ausreichendes Personal auf den Zügen und in den Bahnhöfen, gut ausgebildetes Personal, faire Arbeitsbedingungen und gesunde Arbeitsplätze.
  • Wo es Ausschreibungswettbewerb gibt: Arbeitsplatzsicherheit und kollektive Garantien für faire Arbeitsbedingungen.

In ganz Europa protestieren heute die Eisenbahnerinnen und Eisenbahner mit ihren Gewerkschaften für gute Bahnen und faire Jobs und gegen eine europäische und nationale Bahnpolitik, die sich auf Liberalisierung, Privatisierung und die Zerstörung der nationalen Bahnunternehmen ausrichtet.

Pressebilder

Klicken Sie auf die Bilder, um eine Druckversion davon herunter zu laden. Fotos: Jörg Matter, SEV

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