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Bundesrätliche Sparmassnahmen im Regionalverkehr

SEV, VCS, IGöV und Pro Bahn lancieren Petition

Gemeinsam mit dem Verkehrs-Club der Schweiz VCS, Pro Bahn Schweiz und der Schweizerischen Interessengemeinschaft öffentlicher Verkehr (IGöV) hat der SEV eine Petition lanciert. Diese fordert den Bundesrat auf, die Abgeltungen an die Regionallinien nicht zu kürzen und keine Einsparungen im öffentlichen Verkehr vorzunehmen.

Im Rahmen seines neuesten Sparprogramms will der Bundesrat auch beim öffentlichen Verkehr den Rotstift ansetzen. Insbesondere will er nur noch an Regionalverkehrslinien mit einer Mindestnachfrage von 100 Personen pro Tag Abgeltungen zahlen. Heute liegt diese Limite bei 32 Fahrgästen pro Tag. Würde diese Massnahme umgesetzt, könnte dies zu einem Kahlschlag im Regionalverkehr führen.

Derzeit beziehen rund 1300 Regionalverkehrslinien Abgeltungen des Bundes. Ein Siebtel von ihnen – rund 160 Linien – wären im Zuge des bundesrätlichen Sparprogramms gefährdet. Würde die geplante Massnahme umgesetzt, müssten die Kantone in die Bresche springen. Das wird vielerorts unmöglich sein. Bei den betroffenen Linien handelt es sich vornehmlich um Bus- und Postautolinien. Vor allem im ländlichen Raum würden ganze Regionen und Dörfer vom Netz des öffentlichen Verkehrs abgehängt.

Auf der Liste befinden sich aber auch die Bergbahnen Vitznau-Rigi Staffelhöhe-Rigi Kulm sowie Weggis- Rigi Kaltbad. Postautolinien in Skigebiete wie die Flumserberge im Kanton St. Gallen oder Thyon 2000 im Wallis sollen ebenfalls keine Abgeltungen mehr bekommen. Und selbst der regionale Bahnverkehr zwischen Yverdon-les-Bains und Neuenburg ist bedroht.

Solche Abbaumassnahmen werden der SEV, der VCS, Pro Bahn und die IGöV entschieden bekämpfen. Nicht nur regionalpolitische Gründe sprechen gegen das Vorhaben des Bundesrats. Ein Abbau auf ländlichen Linien führt zu einer Schwächung des Gesamtsystems. Zudem würde vermehrt das Auto benutzt und zahlreiche Arbeitsplätze abgebaut.

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