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Personal privater Transportunternehmen der Region Ostschweiz traf sich in Uitikon-Waldegg

Sorgen um AHV und Pensionskassen

Sicherheit war das zentrale Thema der Tagung des Personals privater Transportunternehmen. Angesichts der Wirtschaftsentwicklung bekam dabei die soziale Sicherheit besonderes Gewicht. Ein Ja zur AHV-Initiative und die Sanierung der Pensionskasse Ascoop würden den Verkehrsgewerkschaftern viele Sorgen abnehmen.

Die regionale Tagung der Mitglieder des Verbands privater Transportunternehmen VPT ist einerseits ein Treffen mit Gleichgesinnten, andererseits aber auch ein politischer Akt. VPT-Präsident und SEV-Geschäftsleitungsmitglied Kurt Nussbaumer kam wie alle Rednerinnen und Redner heute nicht um das Thema Finanzkrise herum. Die unglaublichen Summen, die "unbürokratisch und schnell" zur Verfügung gestellt werden konnten, verblüffen das öV-Personal. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bahnen und Busse erleben nämlich Jahr für Jahr, wie schwierig es ist, die nötigen Mittel für Infrastruktur und Betrieb, ganz besonders aber für soziale Anliegen zu bekommen.

Auch SEV-Interimspräsident Giorgio Tuti stellte seinen Überblick in den grossen wirtschaftlichen Zusammenhang. Er wies darauf hin, dass sich der SEV nach dem unerwarteten Ableben seines Präsidenten Pierre-Alain Gentil im Moment auf die Hauptaufgaben ausrichten muss. Neben dem Einsatz für die Pensionskassensanierung und dem Abstimmungskampf für die AHV-Initiative stehen deshalb jetzt die Lohnverhandlungen im Vordergrund. Dabei geht es ganz besonders darum, dem Personal die Kaufkraft zu erhalten, denn dies ist ein wesentlicher Beitrag zur Stützung der Schweizer Wirtschaft.

Die Podiumsdiskussion unter dem Titel "Wie viel Sicherheit braucht das öV-Personal?" landete sehr schnell ebenfalls bei Fragen der wirtschaftlichen und sozialen Sicherheit. Der Zürcher FDP-Nationalrat Markus Hutter zeigte sich skeptisch sowohl bezüglich der AHV-Initiative als auch der Sanierung der Pensionskassen des öffentlichen Verkehrs. Zumindest im letzten Punkt anderer Meinung war Thomas Wagner, der als Verwaltungsratspräsident der Sihltal Zürich Üetliberg Bahn zusicherte, dass das Unternehmen seinen Beitrag an die Pensionskassensanierung leisten werde und sich für die öffentliche Unterstützung stark mache.

SP-Nationalrätin Edith Graf-Litscher, die als Regionalsekretärin des SEV die Sorgen des öV-Personals von nahe kennt, wies auf die laufenden Lohnverhandlungen hin, bei denen es darum geht, dass das Personal nicht die Kosten der Misswirtschaft der Banken tragen muss. SP-Präsident und Nationalrat Christian Levrat schliesslich wies darauf hin, dass die AHV als einziges sicheres Element der Altersvorsorge geeignet ist, jenen die frühzeitige Pensionierung zu ermöglichen, die am längsten, am härtesten und zu den tiefsten Löhnen gearbeitet haben. Die Schwächung der Pensionskassen durch das Finanzdebakel zeige, dass die AHV-Initiative die geeignete Lösung ist.


Weitere Auskünfte: 031-357 57 50 und 079-357 99 66,

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