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Schliessung des Rangierbahnhofs Olten ist definitiv

Rangierer brauchen eine Perspektive

Nur einen Monat nach der Ankündigung hat die SBB bereits entschieden: Am Wochenende erfuhren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rangierbahnhofs Olten, wer seine Stelle verliert. Der SEV kritisiert, dass die Frage nach Alternativen eine Scheinübung war und fordert attraktive Lösung für die Betroffenen.

Vor einem Monat informierte die SBB Gewerkschaften und Politik über ihren Plan, den Rangierbahnhof Olten zu schliessen und die Arbeiten in Däniken zu konzentrieren. Damit verbunden war die Aufforderung, Alternativen in die Diskussion einzubringen. Doch diese Aufforderung war nicht mehr als ein Manöver: Denn nun ist die Schliessung bereits beschlossen und das Personal informiert, wer noch eine Stelle hat und wer nicht.

Auch wenn dank des «Contrat social» niemandem gekündigt wird: Für jeden und jede einzelne Betroffene ist es ein Schlag, die Stelle zu verlieren – umso mehr als in Olten Leute dabei sind, die in den vergangenen Jahren schon mehrfach Opfer von Stellenverlusten innerhalb der SBB waren.

Um die persönlichen Schicksale abzufedern, fordert der SEV die SBB auf, mit aller Kraft nach angemessenen Lösungen für die Rangierer von Olten zu suchen. Es steht ausser Frage, dass auf dem Platz Olten genügend Möglichkeiten vorhanden sind, um für die rund 30 Personen passende Stellen zu finden, auch wenn dies für das Unternehmen mit einem gewissen Aufwand verbunden sein sollte, beispielsweise für Umschulungen und Weiterbildungen. Dies ist umso mehr angezeigt, als die meisten betroffenen Mitarbeitenden einen SBB-Monopolberuf ausüben.


Weitere Auskünfte: 031-357 57 50 und 079-357 99 66,

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