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Weitere Vergabe von Buslinien im Kanton Bern

GAV sichert Arbeitsbedingungen trotz Wechsel

Erneut hat der Kanton Bern mehrere Buslinien neu vergeben, diesmal im Laupenamt. Gewinnerin ist Postauto, die drei Linien von der STB übernehmen wird. Das betroffene Personal ist durch den kantonalen Rahmenvertrag Bus gegen Entlassung und Lohnabbau geschützt. Dennoch stellt sich der SEV kritisch zu systematischen Ausschreibungen von Buslinien.

Gut ein Dutzend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sensetalbahn (STB – trotz des Namens ein Busunternehmen) werden beim Fahrplanwechsel im Dezember 2008 vom jetzigen Vergabeentscheid betroffen sein und voraussichtlich den Arbeitgeber wechseln müssen.

«Der Rahmen-Gesamtarbeitsvertrag, den wir im Kanton Bern ausgehandelt haben und laufend weiterentwickeln, schützt das Personal vor materiellen Verlusten», betont Gewerkschaftssekretär Jérôme Hayoz. Damit wird verhindert, dass Erfolge bei Ausschreibungen auf dem Buckel des Personals erzielt werden. Da aber die Personalkosten im öffentlichen Verkehr einen wesentlichen Anteil ausmachen, stellt sich die Frage nach dem Sinn von Ausschreibungen.

SEV-Vizepräsident Giorgio Tuti, innerhalb der Gewerkschaft zuständig für die konzessionierten Transportunternehmungen, hält fest: «Wir erachten Ausschreibungen nur dann als sinnvoll, wenn völlig neue Leistungen gefragt sind oder der Besteller mit einem bisherigen Betreiber massiv unzufrieden ist.» Der Kanton Bern schreibt im Gegensatz dazu seine Buslinien systematisch aus.

Der SEV steht seinen Mitgliedern bei der Sensetalbahn mit Rat und Tat zur Seite. Er erwartet, dass Postauto als neue Anbieterin eine faire Arbeitgeberin sein wird, die die Übernahme korrekt durchführt.

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