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Stellungnahme zum geplatzten Geschäft ums Industriewerk Biel

IW Biel: SEV verlangt von SBB Sicherung der Arbeitsplätze

Die Auslagerung des Industriewerks Biel der SBB kommt nicht zustande. Das überrascht und enttäuscht den SEV, wurde dieser Handel doch seit Monaten als definitiv dargestellt. Im Vordergrund steht nun die Sorge ums Personal: Die SBB steht in der Pflicht, die gemachten Zusagen einzuhalten.

Obwohl sich der SEV grundsätzlich gegen Auslagerungen von betrieblichen Aufgaben der SBB stellt, konnte er der Lösung mit Alstom in Biel zustimmen, da damit die Arbeitsplätze zu gleichbleibenden Bedingungen gesichert wurden. Für die Belegschaft in Biel ging damit eine lange Phase der Verunsicherung zu Ende – dachte man. Nun beginnt die Verunsicherung von Neuem. Dabei gilt aber eines ganz klar: Das IW Biel verbleibt nun bei der SBB, und somit gilt auch vollumfänglich der SBB-Gesamtarbeitsvertrag.

Der SEV erwartet von der SBB, dass sie die Zusagen nun ihrerseits einhält, die dem Personal bei der Ankündigung der Übernahme durch Alstom gemacht wurden. Das heisst: Langfristige Sicherung der bestehenden rund 150 Arbeitsplätze. Der SEV ist heute vor Ort und steht dem Personal in Biel solidarisch zur Seite.

Das Scheitern des Geschäfts mit Alstom wirft einmal mehr ein schlechtes Licht auf die Führung von SBB Cargo. Umso dringlicher wird eine Klärung der Situation. Der SEV hat sich bereit erklärt, die externen Untersuchungen abzuwarten, bevor über Massnahmen gesprochen wird. Doch nun ziehen sich diese Untersuchungen in die Länge, und gleichzeitig lässt die SBB-Spitze immer wieder durchblicken, dass gravierende Probleme bei SBB Cargo vorhanden seien. Das ist kein guter Stil. Der SEV erwartet von der SBB Klarheit statt Schwarzmalerei.

Eines ist klar: Es darf nicht sein, dass das Personal den Kopf hinhalten muss für die Fehler des ehemaligen und heutigen Managements – weder im IW Biel, noch bei SBB Cargo, noch bei der ganzen SBB.

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