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Der SEV stellt Forderungen zur Fusion von Crossrail und DLC

Keine Entlassungen, branchenübliche Arbeitsverträge, GAV

Die Transportgewerkschaft SEV hat die Fusionsabsicht von Crossrail und DLC zur Kenntnis genommen. Der SEV als Vertreter der Crossrail-Mitarbeitenden fordert zu deren Schutz von den Verantwortlichen der Unternehmensfusion den Verzicht auf Entlassungen, landes- und branchenübliche Anstellungsbedingungen und einen GAV.

Die Crossrail-Mitarbeitenden, die zumeist ehemalige Mitarbeitende des Regionalverkehrs Mittelland sind, sind grösstenteils beim Schweizerischen Eisenbahn- und Verkehrspersonal-Verband SEV organisiert. Der SEV vertritt somit die Interessen des Crossrail-Personals. Er will deshalb beim Fusionsprozess mit einbezogen werden und strebt mit der neuen Unternehmensleitung eine tragfähige Sozialpartnerschaft an. Der SEV fordert:

  1. Es darf bei der Fusion keine Entlassungen geben.
  2. Die Anstellungsbedingungen beim fusionierten Unternehmen müssen den branchenüblichen Anstellungsbedingungen in der Schweiz entsprechen.
  3. Beim Fusionsprozess ist der SEV als Personalvertreter und Sozialpartner anzuerkennen und mit einzubeziehen.
  4. Das neue, fusionierte Eisenbahnverkehrsunternehmen soll mit dem SEV möglichst rasch einen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) aushandeln und abschliessen.

„Im heutigen liberalisierten Logistikmarkt sind Unternehmensfusionen wie im vorliegenden Fall die natürliche Folge des verschärften Wettbewerbs und somit keine Überraschung“, sagt SEV-Vizepräsident Giorgio Tuti. „Die Aufgabe von uns Gewerkschaften als Personalvertretern ist es, dafür zu sorgen, dass Unternehmungen diesen Wettbewerb nicht auf dem Rücken des Personals austragen, indem sie versuchen, durch maximale Einsparungen bei den Anstellungsbedingungen Wettbewerbsvorteile herauszuholen.“

Um Lohn- und Sozialdumping als Folge des verstärkten Wettbewerbs in der Bahnbranche zu verhindern, strebt der SEV den Abschluss von Gesamtarbeitsverträgen nicht nur auf Unternehmensebene an, sondern auch auf Branchenebene. Zurzeit verhandelt der SEV deshalb mit dem Arbeitgeberverband Normalspurbahnen über einen Rahmen-GAV für die schweizerischen Normalspurbahnen.

Weitere Auskünfte:
079 221 45 64 Giorgio Tuti, Vizepräsident SEV
079 357 99 66 Markus Fischer, Stellverteter des Informationsbeauftragten SEV

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