| Medienmitteilungen

SEV- GATA zum Jahresabschluss der Swiss

Nun ist das Personal an der Reihe!

Die Zahlen der Swiss hinterlassen bei der Gewerkschaft SEV-GATA einen zwiespältigen Eindruck: Verhaltene Verbesserungen dank grosser Opfer der Mitarbeitenden. Die Zeit für Korrekturen ist gekommen.

So erfreulich es ist, dass der Swiss möglicherweise eine bessere Zukunft bevorsteht: Der Turnaround, der sich abzeichnet, ist zu einem grossen Teil auf dem Buckel des Personals geschafft worden. Seit vielen Jahren sind die Löhne des Bodenpersonals eingefroren; weil die Swiss Lohnnebenleistungen gestrichen hat, wurden die Einkommen gar geschmälert. Der anhaltende Stellenabbau führt zudem dazu, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter laufend zusätzliche Aufgaben übernehmen müssen – die physische und psychische Belastung durch dauernde Umstrukturierungen kommt hinzu.

«Dieses Jahr lässt sich das Personal nicht mehr mit leeren Worten abspeisen», kündigt Philipp Hadorn, SEV-GATA-Präsident, an. Die Swiss-Leitung habe bereits letztes Jahr den Nachholbedarf bei den Salären des Bodenpersonals anerkannt – allerdings noch ohne zu handeln. «Ausgewiesene Fachleute der Luftfahrtindustrie sind heute von Armut bedroht, obwohl sie am Arbeitsplatz persönliche Höchstleistung erbringen», warnt Hadorn. Bei der bevorstehenden Überarbeitung des Lohnssystems ist nun eine objektive Funktionsbewertung mit entsprechenden Lohnanpassungen überfällig. Dabei ist auch der Nachholbedarf betreffend «Transparenz und Nachvollziehbarkeit» zu erfüllen.

SEV-GATA konnte letztes Jahr immerhin erreichen, dass der Gesamtarbeitsvertrag ohne Abstriche weitergeführt werden konnte. Die Swiss hatte zuvor verschiedene Verschlechterungen gefordert.

SEV-GATA (Groundstaff Aviation Technics and Administration) ist die Abteilung Luftverkehr des Schweizerischen Eisenbahn- und Verkehrspersonal-Verbands SEV.

Kommentar schreiben