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LPV

Petition gegen Einsatzkonzept 2.0

Kurz vor Weihnachten, am 18. Dezember 2025, setzte der LPV mit einer Petition ein starkes Zeichen gegen das neue Einsatzkonzept für das Lokpersonal der SBB. Die LPV-Ressortleiter Personenverkehr SBB, Christoph Erker und Marjan D. Klatt, und SEV-Gewerkschaftssekretär René Zürcher überreichten 1001 Unterschriften an Ladina Purtschert (Leiterin Produktion Personenverkehr Bahnproduktion) und Sandra Stooss (PP-HR-Businesspartnerin).

Die Petition macht klar: Der LPV wehrt sich gegen eintönige Abläufe, die nicht nur die Arbeit entwerten, sondern auch die Sicherheit gefährden. Die SBB soll ihre Pflicht wahrnehmen, den Gesundheitsschutz des Personals auch in den Diensteinteilungen zu berücksichtigen. Sie unterstreicht, dass die Flexibilität, vielseitige Einsatzfähigkeit und betriebliche Kompetenz des Lokpersonals – gerade im Störungsfall – von hohem Nutzen für die Kundschaft sind.

Der LPV fordert ein Einsatzkonzept, das Leistung anerkennt, Flexibilität respektiert und Sicherheit sowie Gesundheit ins Zentrum stellt – für eine Bahn von Menschen für Menschen. Erste Rückmeldungen zum «Einsatzkonzept 2.0» zeigen beispielsweise, das wegen fehlenden oder zu kurzen Verschiebungszeiten die Arbeit des Lokpersonals vermehrt beeinträchtigt wird.

Auch die Kollegden LPV-Sektion Delémont haben ihren Unmut gegenüber dem Einsatzkonzept bekundet. Am 15. Dezember haben sie Reto Liechti, Leiter Produktion Personenverkehr, einen Brief und die Petition «Fahrplan 2026» überreicht. Damit wehren auch sie sich gegen die wachsende Monotonie und fehlende Abwechslung im Berufsalltag.

Details zum Thema im Artikel von LPV-Zentralpräsidentin Hanny Weissmüller:
Neues Einsatzkonzept Zugführung: Damit wird der Beruf unattraktiver