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Sanierung und nachhaltige Gesundheit der Vorsorgewerke als Ziel

Sammelstiftung Symova wird gegründet

Zehn Unternehmen und Organisationen des öffentlichen Verkehrs und des Tourismus haben beschlossen, die Sammelstiftung Symova für berufliche Vorsorge zu gründen.

Die Symova soll am 1. Juli 2010 ihre Tatigkeit aufnehmen und wird von Beginn weg mehr als 5000 Aktive versichern. Den definitiven Entscheid fallen die Versicherten der Unternehmen in Urabstimmungen im ersten Quartal 2010.

Die Gründungsmitglieder BLS, RBS, SOB, TN, SGV, VZO, STI, Bergbahnen Saas-Fee, Schweizer Reisekasse Reka sowie der Verband öffentlicher Verkehr (VöV) haben beschlossen, die neue Sammelstiftung Symova zu gründen und aus ihrer bisherigen Pensionskasse, der Ascoop, auszutreten. Mit der Gründung der Sammelstiftung Symova verpflichten sich die Gründungsmitglieder reglementarisch und vertraglich, die Sanierung ihrer Vorsorgewerke bis spätestens 2020 erfolgreich abzuschliessen. Sie bekennen sich dazu, die notwendige Sanierung und volle Ausfinanzierung ihrer Vorsorgewerke aus eigener Kraft oder durch die Eigentümer zu bewältigen.

Der Symova beitreten können Vorsorgewerke, deren Deckungsgrad 100 % beträgt oder deren Arbeitgeber sich verpflichten, allein oder in Vereinbarung mit dem Personal die Sanierung bis 2020 verbindlich zu vollziehen. Es wird angestrebt, weitere Unternehmen für die neue Sammelstiftung zu gewinnen. Die Gründungsunternehmen verkörpern mehr als 4300 aktive Versicherte. Sie sind zuversichtlich, dass dank weiteren Anschlüssen Mitte 2010 mit mehr als 5000 Versicherten gestartet werden kann und bis Ende Jahr 6000 Versicherte zusammen kommen.

Die Unternehmen sind überzeugt, dass mit einer Branchenkasse ihre und die Interessen ihrer Mitarbeiter und Rentner am besten gewahrt sind.

Gleiche Leistungen für Aktive und Rentner

Für die Aktiven und die Rentner der betroffenen Vorsorgewerke bleiben die Vorsorgeleistungen gleich. Die Sammelstiftung Symova wird dazu die heute geltenden Vorsorgepläne der Pensionskasse der Ascoop nahtlos weiterführen. Die neue Lösung gibt den Versicherten die Sicherheit, dass sie sich in einem Vorsorgewerk befinden, das termingerecht saniert wird. Solange sich die angeschlossenen Vorsorgewerke in Unterdeckung befinden, verpflichten sich die Unternehmen, zum Teil einschneidende Sanierungsmassnahmen durchzuführen. Die Symova wird Sanierungsbeitrage eisern einfordern.

Markenzeichen der Symova soll eine nachhaltige und verlässliche Anlagepolitik, das persönliche Engagement der Mitarbeitenden, ein

gepflegter, zweisprachiger, auf kurze Antwortzeiten

bedachter und kostengünstiger Service sein. Grossen Wert legen die Gründer der Symova auf tiefe und transparente Kosten. So wird auf Entschädigungen an Versicherungsbroker und andere Mittelspersonen bewusst verzichtet.

Die zehn Gründungsmitglieder der Symova legen grossen Wert darauf, dass

die Sanierung der Pensionskasse der Ascoop ungeachtet der Austritte weitergeführt wird. Der Stiftungsrat der Ascoop hat sich seinerseits verpflichtet, auf dem Sanierungspfad fortzuschreiten. Die weitere Sanierung der in der Ascoop zusammengeschlossenen Vorsorgewerke bleibt anspruchsvoll. Die Sanierungsmassnahmen sind einschneidend: Sanierungsbeitrage bis zu 10 %, Nullverzinsung des Vor- und Überobligatoriums und Unter- schreitung des BVG-Mindestzinssatzes. Genügen die Massnahmen nicht, wird die Ascoop zusammen mit der Aufsichtsbehörde individuelle Lösungen suchen.

mgt.

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