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Swiss Bodenpersonal: Einigung für Lohnabschluss 06

Trendwende: Erholung der Löhne beginnt

Der wirtschaftliche Aufschwung der Swiss International Airline spiegelt sich nun endlich auch bei den Löhnen der Mitarbeitenden am Boden. Die Sozialpartner einigten sich nach schwierigen Verhandlungen wie folgt: 1,1 Prozent generelle Lohnerhöhung ab 1. Januar 2007, zwei Tage mehr Ferien ab 2007 sowie eine Einmalzahlung im Dezember 2006 von 1200 Franken pro Mitarbeitenden (bei 100%). Das Verhandlungspaket entspricht Lohnanpassungen von rund 3,2%. Mit dieser Trendwende erwarten die Gewerkschaften, dass bis in einigen Jahren der eklatante Nachholbedarf ausgeglichen werden kann.

Das gemeinsame eingebrachte Lohnbegehren der Gewerkschaften verlangte 4% generell als teilweisen Ausgleich für den ausgewiesenen Nachholbedarf. Seit der Gründung der Swiss, die mehrheitlich bereits mit namhaften Lohnreduktionen verbunden war, hat die Swiss keinerlei generelle Lohnanpassungen für das Bodenpersonal vorgenommen. In der Phase der Restrukturierungen wurde gar die Arbeitszeit von 41 auf 42 Stunden pro Woche erhöht, Sozialversicherungsbeiträge zu lasten der Arbeitnehmenden angepasst und mehrere Lohnnebenleistungen reduziert.

Die Lohnforderung der Gewerkschaften verlangte zudem 2% individuelle Anpassungen. Im aktuellen Lohnsystem fehlen definierte Kriterien der individuellen Laufbahn- und Lohnentwicklungen. Mit einer sozialpartnerschaftlichen Vereinbarung sollte die Verteilung der individuellen Anpassungen vor Willkür geschützt und mit Transparenz und Nachvollziehbarkeit verbunden werden.

Die wirtschaftliche Situation der Swiss ermöglichte aus Sicht von SEV-GATA klar Spielraum für die Erfüllung des vernünftigen und akzeptablen Begehrens.

Die vorgängig einseitig beschlossenen Bonuszahlungen der Swiss an einen Teil der Mitarbeitenden verkennt, dass nicht nur ausgewählte Abteilungen zum befriedigenden Ergebnis der Swiss beigetragen haben. Die Weigerung der Swiss zu Verhandlungen und Transparenz des gewählten Bonussystems ist einer konstruktiven Sozialpartnerschaft und einem guten Betriebsklima nicht dienlich.

«Mit dem vorliegenden Lohnabschluss ist die Trendwende eingeleitet, damit in den kommenden Jahren der eklatante Nachholbedarf ausgeglichen werden kann,» hält Philipp Hadorn, Präsident von SEV-GATA fest.

SEV-GATA (Groundstaff Aviation Technics and Administration) ist die Abteilung Luftverkehr des Schweizerischen Eisenbahn- und Verkehrspersonal-Verbands SEV.

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