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Lohnbegehren des Swiss-Bodenpersonals

Grosser Nachholbedarf: Gewerkschaften fordern 6 Prozent

SEV-GATA hat zusammen mit drei weitern Gewerkschaften des Airline-Bodenpersonals bei der Swiss ihre Lohnforderung eingereicht. Diese umfasst 4 Prozent für allgemeine Lohnerhöhung sowie zusätzlich 2 Prozent für individuelle Anpassungen. Aufgrund des Nachholbedarfs und der wirtschaftlichen Entwicklung erachten die Gewerkschaften dies als angemessen.

Das Hauptargument für die Eingabe ist der über die letzten Jahre angestaute Nachholbedarf. Die Swiss zahlt für ähnliche Funktionen Löhne unter dem Branchendurchschnitt. Diese Unterschiede haben sich in den letzten Jahren noch verschärft, da die Swiss keine Anpassungen vorgenommen hat. Es droht deshalb auch angesichts des Arbeitsmarkts, der wieder in Schwung gekommen ist, die Einbusse der Konkurrenzfähigkeit als Arbeitgeber und der Verlust von Know-how-Trägerinnen und -Trägern.

Das Bodenpersonal hatte in den letzten Jahren eine andauernd hohe Belastung zu ertragen. Viele Reorganisationen führten dazu, dass die gleiche Arbeit mit immer weniger Personal bewältigt werden muss. SEV-GATA-Präsident Philipp Hadorn betont: "Die Geduld, diese Belastungen zu ertragen, ist beschränkt. Gut gemeinte Aufmunterungen zur Anerkennung dieser Arbeit genügen nicht mehr." Es brauche nun endlich auch eine finanzielle Abgeltung für diese Leistungen, um die Motivation der Beschäftigten nicht noch mehr zu beeinträchtigen.

Die Gewerkschaften SEV-GATA, PUSH, KV und VPOD weisen in der Lohneingabe darauf hin, dass die der Geschäftsgang der Swiss im laufenden Jahr positiv entwickelt hat, und kommen zum Schluss: "Es gilt nun, auch das Personal daran partizipieren zu lassen."

SEV-GATA (Groundstaff Aviation Technics and Administration) ist die Abteilung Luftverkehr des Schweizerischen Eisenbahn- und Verkehrspersonal-Verbands SEV.

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