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SEV-Vorstandssitzung vom 13. Oktober

Grünes Licht für ein leicht rotes Budget

Hauptthema der Vorstandssitzung vom 13.Oktober war das SEV-Budget 2018. Der Vorstand hat das Budget von rund 13 Millionen, welches ein Defizit von 41 000 Franken vorsieht, einstimmig angenommen. Die Mitgliederbeiträge bleiben unverändert.

Danilo Tonina und Peter Käppler, Präsident und Vizepräsident des Vorstands, mit Tony Mainolfi (links).

Finanzverwalter Aroldo Cambi hat seinen Entwurf anhand eines Vergleichs der Zahlen mit den Ergebnissen von 2016 – nicht mit dem Budget 2017 – präsentiert. Denn in Anbetracht des negativen Ergebnisses von 2016 (–800 Fr.) kann das im nächsten Jahr vorgesehene Defizit (–41000 Fr.) als stabil betrachtet werden. Wegen der sinkenden Mitgliederzahlen und den schlechten Zinsen auf den Finanzmärkten ist es unmöglich, einen Gewinn zu erzielen. «Der Mitgliederverlust ist dieses Jahr aufgrund der Integration der rund 500 PUSH-Mitglieder ab dem ersten Juli weniger gravierend als in anderen Jahren», erinnert Aroldo Cambi. Ein wichtiger Aspekt sind auch die höheren Anwaltskosten, die entstehen, «weil die Verfahren immer komplexer werden, länger dauern und durch Railfit20/30 mehr Dossiers zu bearbeiten sind». Trotz schwieriger Ausgangslage steht der SEV finanziell auf stabilen Beinen. Die grosse Disziplin bei der Umsetzung des Budgets kann den fehlenden Einnahmen entgegenwirken, «aber das Sparpotential ist nicht unendlich», betont der Finanzverwalter. Eine solche Strenge beim Budget ist weiterhin angesagt, um strukturelle Defizite zu vermeiden, die zu einem Kapitalverlust führen würden. Deshalb wird vermehrt nach Kollaborationsmöglichkeiten gesucht, so wie beispielsweise mit dem Personalverband des Bundes (PVB) oder Kapers, der Gewerkschaft des Kabinenpersonals. Die grösste Herausforderung besteht darin, die Mitgliederzahlen zu stabilisieren und die Basis zu verjüngen.

Nein zur AV 2020: Wie weiter?

Der Vorstand hat das Nein zur Altersvorsorge 2020 analysiert. «Die Vorlage war komplex; es gab zahlreiche Gegenargumente», rief Giorgio Tutiin Erinnerung. «Die CVP, welche die AV 2020 bisher unterstützt hatte, hat nun das Lager gewechselt. Wir befinden uns in einer defensiven Position und wir werden vom Referendum Gebrauch machen müssen, um den Status quo zu wahren. Gleichzeitig schmilzt das Kapital der AHV dahin, vor allem weil die Baby-Boomer jetzt in Pension gehen.» Die SGB-Delegiertenversammlung wird sich am 3. November auch mit dem Resultat befassen. Jetzt gilt es, die Kräfte zu bündeln statt nach den Schuldigen zu suchen. Denn eins ist klar: Der SEV wird weiterhin für eine Stärkung der AHV kämpfen und sich gegen ihre Demontage, wie sie die Bürgerlichen wollen, einsetzen.

Vivian Bologna/kt

Der Vorstand in Kürze

In einer Schweigeminute gedachte der SEV-Vorstand Andrea Sabetti. Der Präsident der VPT-Sektion Locarno starb Ende September an den Folgen einer schweren Krankheit. VPT-Vizepräsident Peter Bernet war sehr bestürzt und ehrte den unermüdlichen Gewerkschafter.

Tony Mainolfi gewählt

Nach zwei Jahren beim SEV wurde Gewerkschaftssekretär Tony Mainolfi (Regionalsekretariat Lausanne) vom Vorstand gewählt. Giorgio Tuti lobte ihn mit diesen Wor ten: «Seine Arbeit wird von den Kollegen und Mitgliedern geschätzt. Vor seiner Anstellung habe ich nur Gutes von ihm gehört. Und ich kann bezeugen: Es stimmte!»

Mainolfi beschäftigt sich vor allem mit den Unternehmen CGN, VMCV, TMR und MOB. Danilo Tonina wollte wissen: «Was gefällt dir beim SEV und was nicht?» Tony Mainolfi antwortete, dass er beim SEV ein Arbeitsklima vorgefunden habe, das ganz im Dienste unserer gemeinsamen Ziele steht. «Mir gefällt vor allem die Nähe zu den Mitgliedern und die Arbeit in einem Team, das so gut zusammen funktio- niert.» Trotz langem Nachdenken versicherte er, dass ihm nichts Negatives über den SEV einfalle.

Migrationstagung

Die Migrationstagung musste abgesagt werden, weil sich nicht genügend Teilnehmer/innen angemeldet haben. Giorgio Tuti sieht darin zwar kein Drama, betont aber, dass man seine Lektionen für die Zukunft daraus ziehen müsse.

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