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Unterverband AS/Jugendkommission

Die Jugend kämpft um ihre Wertschätzung

Die jungen Mitarbeitenden der SBB sind frustriert: Häufig sind ihre Arbeitsverträge befristet, die Löhne tief und die Aufstiegsmöglichkeiten verschwindend klein. Das muss sich jetzt ändern.

Die SEV-Jugend übergibt ihre Forderungen an Markus Jordi: Die Jungen wollen sichere Arbeitsstellen, Aufstiegschancen und faire Löhne.

In Zusammenarbeit mit dem Unterverband AS hat die SEV-Jugend am Montag, 25. September, eine Resolution an die SBB übergeben. Der HR-Leiter der SBB, Markus Jordi, nahm die Resolution von den zehn Vertretern der Jugendkommission entgegen. Auch SEV-Vizepräsident Manuel Avallone sowie AS-Zentralpräsident Peter Käppler waren vor Ort und unterstützten das Anliegen der Jugend.

Die Resolution des Unterverbands AS hält fest, dass die SBB jungen Berufstätigen «grosse Hoffnungen» macht, die jedoch aufgrund von befristeten Arbeitsverträgen, unzureichenden Aufstiegsmöglichkeiten und niedrigen Einstufungen bzw. Löhnen meist enttäuscht werden.

Die Lehrzeit zählt nicht

So werden Lernende, die nach der Ausbildung bei der SBB bleiben wollen, unter dem Basiswert eingereiht und sind dadurch benachteiligt. Die Erfahrung aus der Lehrzeit wird nicht berücksichtigt. Auch werden die Lehrjahre beim Zugang zu Treueprämien und Kündigungsschutz nicht angerechnet. Diese Ausgangslage ist schlecht für die Motivation der jungen Angestellten; sie fühlen sich nicht respektiert und wertgeschätzt. Dabei haben sie, wie die Resolution auflistet, «eine top Ausbildung», sind dank häufiger Auslandaufenthalte sehr sprachgewandt und aufgrund der gesellschaftlichen Anforderungen «an Höchstleistungen gewöhnt». SBB-Personalchef Markus Jordi nahm sich bei der Übergabe viel Zeit und zeigte ein offenes Ohr für die Anliegen der Jugend.

Mit der Resolution wollte die SEV-Jugend erreichen, dass man sich dieses Themas nun endlich annimmt und dass der Dialog über die Arbeitsbedingungen der Jungen in Gang kommt. Zuhanden der GAV-Konferenz wurden daher konkrete Forderungen formuliert.

Karin Taglang

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