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Vorstand SEV

«Den SEV weiterbringen»– das wollen die Neuzugänge im Vorstand SEV

Sie sind jung, motiviert und voller Ideen: Die Neuzugänge Jan Weber, Vizezentralpräsident BAU, und Claude Meier, Zentralpräsident TS, mischen den Vorstand SEV auf. Im Interview erzählen die beiden von ihren Zielen und Erfahrungen.

Jan Weber und Claude Meier, wie und wann seid ihr zum SEV gekommen?

Jan Weber: Als ich vor 12 Jahren bei der SBB angefangen habe, ging das fast automatisch: Am dritten Arbeitstag hatte ich ein Gespräch mit dem SEV-Vertrauensmann, füllte das Beitrittsformular aus und schon war ich Mitglied. Für mich war das keine Frage; ich wusste, dass es eine gute Sache ist.

Claude Meier: Ich bin dem SEV nach der Lehre beigetreten. Damals war das noch selbstverständlich: Man war solidarisch, man stand zusammen, also war man auch in der Gewerkschaft.

Ihr beide seid sehr engagiert. Was motiviert euch, in der Gewerkschaft aktiv zu sein?

Jan Weber: Bei uns im Team wurde die Stimmung immer schlechter; die Unzufriedenheit wuchs. Da muss sich doch etwas machen lassen, dachte ich mir, und hatte deshalb schon länger mit dem Gedanken gespielt, in der Peko oder im SEV aktiv zu werden. Dann hat der Unterverband BAU vor zwei Jahren alle Mitglieder angeschrieben, weil der Nachwuchs für den Zentralausschuss fehlte. Also meldete ich mich und dann ging alles sehr schnell …

Claude Meier: Ich möchte etwas bewegen und für Gerechtigkeit sorgen. Oft kennen die «Büezer» ihre Rechte gar nicht – sie haben den GAV irgendwo in einer Schublade liegen. Ich versuche, den Leuten ihre Rechte näherzubringen und helfe ihnen, diese auch einzufordern.

Jan Weber, seit wann bist du Vizezentralpräsident BAU?

Ich wurde auf anfang Jahr hin gewählt. Der ehemalige Zentralpräsident Christian Suter ist zurückgetreten und der vorherige Vizepräsident Markus Kaufmann rückte nach. Deshalb wurde sein Amt frei. So hat sich das ergeben.

Claude Meier, wann wurdest du Zentralpräsident TS?

Auch ich fing auf den 1.1.2017 an. Wir haben diesen Zeitpunkt bewusst gewählt, damit für die Mitglieder gleich klar war, dass es im neuen Jahr auch einen neuen Ansprechpartner gibt. So war die Umstellung klar.

Welche Ziele verfolgt ihr in euren Ämtern?

Claude Meier: Mein Hauptthema ist die Mitgliederwerbung. Sie ist eines meiner Lieblingsthemen, obwohl viele Leute es schon nicht mehr hören können. Aber die Werbung ist halt wirklich wichtig, denn je mehr Mitglieder wir haben, desto mehr Macht haben wir gegenüber den Arbeitgebern.

Jan Weber: Ich habe keine so konkreten Ziele. Für mich ist das Wichtigste, dass sich alle vertreten fühlen. Ich versuche, für alle das Beste herauszuholen und die Solidarität untereinander zu pflegen.

Wie habt ihr euch vor eurer Wahl im Unterverband eingesetzt?

Jan Weber: Seit einem Jahr bin ich als Beisitzer im Zentralausschuss und jetzt eben Vizepräsident. Vorher war ich einfach Mitglied und habe die Versammlungen besucht.

Claude Meier: Ich war während 15 Jahren in der Gewerkschaft, wollte aber nie ein Amt übernehmen. Dann wurde ich angefragt für die Nachfolge von Roger Derungs in der GAV-Konferenz. Und 2013 kam dann alles auf einmal: Der Kollege wollte mich als sein Nachfolger für die Peko Fläche gewinnen und Werner Schwarzer, der damalige TS-Zentralpräsident, fragte mich als Sekretär an. So bin ich in diese Ämter reingerutscht, denn in dieser Zeit ist mir der TS sehr ans Herz gewachsen.

Welche Aufgaben habt ihr als Zentralpräsident/Vizezentralpräsident konkret übernommen?

Jan Weber: Einerseits habe ich einige organisatorische Aufgaben übernommen, wie die Koordination der Homepage und unseres neuen Newsletters. Ansonsten begleite ich den Präsidenten Markus Kaufmann zu Sitzungen, zum Beispiel mit HR oder Infrastruktur. Das ist sehr interessant, da trifft man mal die Leute, die bei der SBB etwas zu sagen haben.

Claude Meier: Das finde ich auch spannend. Man lernt die höchsten Divisionsvertreter kennen, die man sonst eher nicht sieht. Ausserdem bin ich in einigen Begleitausschüssen. Im TS selbst bin ich für die Sitzungsleitung und die täglichen Geschäfte verantwortlich.

Wie gefällt es euch im Vorstand SEV?

Claude Meier: Ich finde es sehr interessant, im Vorstand zu sein. Wir bearbeiten Themen wie das Budget, neue Sekretäre kommen sich vorstellen und wir haben spannende Diskussionen. Jeder darf seine eigene Meinung haben und das ist auch richtig so.

Jan Weber: Im Vorstand herrscht eine tolle Kollegialität und wir wurden sehr gut aufgenommen. Mir gefällt das «Miteinander». Früher dachte man im Vorstand eher nur an seinen eigenen Unterverband, aber heute sehen wir auch das grosse Ganze. Wir sind ein richtiges Team.

Wagen wir einen Blick in die Zukunft: Wenn ihr an eure Verabschiedung in vielen Jahren denkt …

Jan Weber: Ui, jetzt schon!

… was möchtet ihr bis dahin erreicht haben?

Claude Meier: Ich möchte sehen, dass der Unterverband gewachsen ist, dass der TS wie auch der SEV noch auf soliden Beinen stehen und – puh, eine schwierige Frage!

Jan Weber: Mein Ziel wäre, den BAU in einem guten Zustand zu verlassen. So, dass man sagt: «Der hat gute Arbeit geleistet. Schade, dass er geht.»

Fragen: Karin Taglang

Bio

Jan Weber, BAU (links)

Der 41-jährige Jan Weber lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in Schüpfen im Kanton Bern. Er arbeitet als Sicherungsanlagentechniker bei der SBB in Bern. Wenn er nicht für den SEV oder die SBB unterwegs ist, findet man ihn häufig auf dem Fussballplatz. Jan Weber ist leidenschaftlicher Schiedsrichterinspizient. Seine Aufgabe ist es, andere Schiedsrichter zu bewerten.

Claude Meier, TS (rechts)

Claude Meier ist 45 Jahre alt und wohnt in Zürich, zusammen mit seiner Frau und seinen drei Kindern. Er ist Elektromechaniker in der SBB-Unterhaltsanlage Zürich Herdern und seit 30 Jahren bei der Bahn. In seiner Freizeit nimmt vor allem die Familie viel Zeit ein: Claude geniesst gemeinsame Velotouren und kocht gerne für die Familie.

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