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Unterverband des Rangierpersonals (RPV)

120 Jahre Ehrlichkeit und Treue

Am 24. Juni feierte der Unterverband des Rangierpersonals (RPV) sein 120-jähriges Bestehen. Auch dem aktuellen Status dieses Teils des Personals wurde Beachtung geschenkt.

Ein Gruppenfoto zur Feier des Tages.

Das Fest an Bord des Katamarans «Cirrus» der SGV war sehr erfolgreich, was sicher auch der wunderschönen Fahrt entlang den Ufern der Zentralschweiz zu verdanken war: Es gab lachende Gesichter und Beifall von der Delegierten und Gästen aus der ganzen Schweiz. Auch der Wille, die Redebeiträge auf das Minimum zu beschränken, wodurch ausufernde Rhetorik vermieden werden konnte, trug zum Erfolg bei.

Zentralpräsident Hanspeter Eggenberger machte einen Rückblick auf die Geschichte des Unterverbands. Dabei konzentrierte er sich auf einige besonders einschneidende Ereignisse, wie zum Beispiel den «Sciopero dello zelo», den die Rangierer 1996 unterstützt hatten, um den Widerspruch aufzuzeigen zwischen dem Druck auf die Mitarbeitenden, den Fahrplan einzuhalten, und der tatsächlichen Einhaltung des Fahrplans. Die Ergebnisse der Aktion waren insgesamt bescheiden, auch wegen dem geringen Verkehrsaufkommen, aber in der Folge entstand eine erhitzte Diskussion mit einem Teil des RPV, welcher die Demonstrierenden als «Verrückte» abtat. Unter diesen war auch der Sekretär der Sektion Bern, Jöggu «Lenin» Gfeller, der daraufhin die für die Berufsgruppe typische Haltung erläuterte: «Auch wenn die Aktion ihren Zweck nicht vollständig erreichen konnte, so zeigt sie doch zwei Dinge, nämlich unseren Mut und das Vertrauen auf uns selbst.

«Bähnler mit ganzem Herzen»

SEV-Vizepräsident Manuel Avallone sprach im Auftrag von SEV-Präsident Giorgio Tuti, der aufgrund des Streiks auf dem Lago Maggiore nicht anwesend sein konnte. Avallone betonte den Charakter der Rangierer und zitierte das Vorwort der Schrift zum 100-jährigen RPV-Jubiläum, welches der damalige SEV-Präsident Ernst Leuenberger verfasst hatte: «Die Sprache der Rangierer ist klar und direkt; sie sind offen und innovativ. Sie sind Bähnler mit ganzem Herzen. Als Eisenbahnnutzer bin ich ihnen dankbar für ihre Fähigkeit, Arbeiten schnell und genau auszuführen, Gefahren zu erkennen und zu bannen. Und als Gewerkschafter habe ich Hochachtung vor ihrer Treue zum SEV.»

An einem Tag wie diesem können wir dem RPV nur gratulieren.

Gi / kt

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