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Erste Schritte zu einer Konsolidierung der «Officine»

Flirt-Züge für das Industriewerk Bellinzona

Die Verhandlungen der Personalkommission des Industriewerks Bellinzona mit SBB Operating haben einige positive Perspektiven eröffnet. Viel bleibt aber noch zu tun.

Das IW Bellinzona erhält Aufträge an zusätzlichen, modernen Fahrzeugtypen.

Die Standpunkte von SBB und Personal klaffen auch nach dem letzten Treffen vom 25. Mai immer noch weit auseinander, vor allem, was das Arbeitsvolumen der SBB-Aufträge betrifft. Die Vereinbarungen zur Gründung des Kompetenzzentrums für Bahntechnik sprachen von jährlich rund 430000 Arbeitsstunden, heute sind es rund 80000 weniger. Diese Differenz konnte bei den verschiedenen Treffen nicht reduziert werden.

Beim letzten Treffen hat die SBB aber interessante Perspektiven aufgezeigt. Erstens bestätigte sie, dass das IW Bellinzona an den Flirt-Kompositionen die von der Korrosion angegriffenen Unterböden sanieren soll. Betroffen ist ein grosser Teil der 171 Züge, die solche Sanierungen zudem in regelmässigen Abständen benötigen könnten. In Europa sind viele weitere Züge dieses Typs im Einsatz, die ebenfalls ähnliche Sanierungen nötig haben könnten. Wie viele Arbeitsstunden dies bedeutet, wird erst die Sanierung zweier Prototypen in den nächsten Monaten zeigen, doch dürften es recht viele sein. Die für diese Arbeit einzurichtende Infrastruktur wird die Officine zudem befähigen, die Drehgestelle zu ersetzen, was zurzeit in Olten geschieht. Zudem wird in Bellinzona ein System für den Grossunterhalt an den Cargo-Loks 482 (Bombardier 185) eingeführt. Dieser Service soll auch an weitere Betreiber solcher Loks auf der Gotthardachse verkauft werden.

Alle Probleme sind wie gesagt nicht gelöst, doch diese Aufträge zeugen von der Absicht, dem IW langfristig Aufträge zu geben, die Know-how und Kompetenz für modernes Rollmaterial voraussetzen. Diese gilt es nun zu stärken.

Gi/Fi

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