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Runder Tisch zur Zukunft des SBB-Werks Bellinzona

Die Geister der langfristigen Perspektive

Am von Franz Steinegger moderierten Treffen nahmen auch die Tessiner Staatsräte Christian Vitta und Claudio Zahli teil. Die SBB beruhigte, die SBB-Aufträge reichten aus, die heutigen Stellen inklusive Temporäre in den ersten sechs Monaten von 2017 zu halten. Und obwohl die Aufträge danach abnähmen, würden sie es erlauben, das Werk bis mindestens 2022 weiterzubetreiben.

Meinungen gehen weiter auseinander

Mit diesen Zusicherungen gaben sich die Arbeitnehmervertreter nicht zufrieden, da das Auftragsvolumen der SBB rund 20% unter dem Niveau bleibt, das sie 2013 bei der Gründung des Kompetenzzentrums für Bahntechnologie versprochen hatte. Die Personalvertreter forderten von der SBB zusätzliche Anstrengungen, um wenigstens das aktuelle Arbeitsvolumen weiter zu sichern.

Zu reden gab auch die Publikation «Visioni ed apparizioni in Ticino» (Visionen und Erscheinungen im Tessin) von Hanspeter Gschwend, mit Vorwort von SBB-CEO Andreas Meyer. Dieser alias Lukas Bergmann diskutiert in der Erzählung mit dem Geist von Giuseppe Molo, der vor 130 Jahren Stadtpräsident von Bellinzona war. Beide sind sich einig, dass schwerer Unterhalt im Zentrum Bellinzonas wenig opportun sei und heute nur noch von «Geistern ohne jede langfristige Perspektive» befürwortet werde. Dies warf bei den Personalvertretern umso mehr Fragen auf, als die SBB mit der Tessiner Regierung eine Diskussion über die «globalen Perspektiven der SBB im Tessin» lanciert hat.

Beide Staatsräte versicherten aber, den schweren Unterhalt in Bellinzona fortführen zu wollen.

Gi / Fi

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